Brevier für Hitlersoldaten


Auszüge aus dem Buch:

Soldatenglaube Soldatenehre von Matthes Ziegler

Das Reich

Älter als die Weisheit des Orients ist das Blut unseres Volkes.
Älter als alle Kulturen des Orients ist die Geschichte unserer Ahnen, älter sind die Heldenfahrten des heiligen Nordens.
Durch die Jahrtausende gehen die Züge nordischer Völker nach dem Süden und nach dem Osten. Durch die Jahrtausende kämpft nordisches Blut auf fremder Erde und verströmt im Werden und Vergehen fremder Reiche und Völker. In Asien und Afrika, im Orient und rings um das Mittelmeer suchen und finden Bauernwikinger Ruhm und Ehre, wachsen die indogermanischen Reiche der Griechen, Perser und Römer. Ihre stolzen Burgen und hohen Tempel sind verfallen, aber ihre Namen leben unvergänglich weiter in der Geschichte: Athen, Sparta und Rom heißen die hehren Zeugen ihres Schöpfergeistes, Persien und Indien die vorgeschobenen Bastion ihres Kulturwillens und ihrer Wehrkraft.

Das Kernland des Nordens aber, der Raum zwischen den Küsten der Ostsee und der Nordsee und den Bergketten der Alpen blieb der Mutterboden kampffroher Bauerngeschlechter. Weit in die Jahrhunderte und Jahrtausende der Vergangenheit hinab reicht die Geschichte germanischen Volksstämme, die nacheinander die großgermanischen Reiche, die Reiche der Goten, Wandalen und Franken schufen und die Wacht über diesen Entscheidungsraum unseres Blutes allmählich zum deutschen Volke zusammenschweißte. Sie bewahrten in einem zähen Abwehrkampf Mitteleuropa nicht nur vor den Reiterhorden der Mongolen und Araber, sondern auch vor dem Geist Afrikas und Asiens. Germanentum, seine Kulturhöhe und sein hohes Menschentum bedeuten eine hohe Zeit unserer Volksgeschichte, in der die Einheit von praktischer Lebensführung, sittlicher Haltung und Frömmigskeitswelt Wirklichkeit geworden ist.


Aus dem gemeinsamen Blutserbe, dem Geist und der Schöpferkraft des nordisch bestimmten Altertums und der germanischen Vorzeit, wuchsen die Dome des europäischen Mittelalters, schufen seine Künstler, sangen seine Dichter und wetteiferten seine Ritter und Bürger. Aus diesem Erbe standen immer wieder die Ketzer und unerschrockenen Kämpfer auf, die lieber den Tod auf sich nahmen, als ihren Glauben an die innere Freiheit und an die Gottesunmittelbarkeit deutschen Menschentums unter dem Krummstab fremder Dogmengläubigkeit zu beugen. Und aus diesem Erbe wurde schließlich das heilige Reich der deutschen Könige und Kaiser des Mittelalters, das Reich eines Heinrich I. von Sachsen, eines Friedrich II. von Hohenstaufen, das Reich, das für Jahrhunderte Europa Gestalt und Inhalt gab.
An dem päpstlichen Machtanspruch, das germanische Königtum und das deutsche Kaisertum untere die Leibeigenschaft seiner Oberherrschaft zu beugen, zerbrach dieses Reich. Die Reformation antwortete auf diesen Anspruch mit der Forderung nach einer sittlichen Verantwortung allein vor Gott und die Renaissance mit dem unbändigen Glauben an die Schönheit und an die Freude des Lebens.  Aber als der deutsche Bauer, vom Schwarzwald bis zum Lande ob der Enns, von den friesischen Marschen bis nach Franken, die endliche Freiheit seines Stammes Rechtes auf Boden und Brot zu ertrotzen suchte, da erstickte die jesuitische Gegenlehre den Mut und die Freiheit in einem Meer von Blut und Asche. Und schließlich versank des mittelalterlichen Reiches Herrlichkeit in einem dreißigjährigen Glaubenskampfe, der die deutschen Volkskraft fast zum Versiegen brachte und er weite deutsche Provinzen unter lange Fremdherrschaft zwang oder überhaupt aus dem Verbande des Reiches herausbrach.
Allein Preußen, dem alten Boden der ostdeutschen Kolonisation, dem Erben des Deutschen Ordens, fand der lutherische Protest gegen das päpstliche Rom die politische Form, die der germanischen Freiheit eine weitere Zukunft verbürgte. Preußen wurde durch eiserne Pflichterfüllung und in der Verwirklichung des Dienstgedankens durch seine Soldaten und durch seine Philosophen; Sie gaben dem Reich eine neue Form und eine neue Ordnung. Preußens jesuitische Todfeinde aber schürten die deutsche Zwietracht und bauten Österreich, die alte Ostmark des Reiches, unter dem Schirm eines papsttreuen Kaisertums zur Basis einer neuen Gegenreform aus.

Während der kirchliche Universalismus die Herrschaft über die Leiber und Seelen neu festigte und während der deutsche Protestantismus Dichter, Musiker und Philosophen gebar, lockte im Westen die neue Form der politischen Freiheit, der Liberalismus. Allen Menschen, ohne Ansehen von Volk und Rasse, die schrankenlose Freiheit selbstherrlicher Individuen und unterschiedlicher Gleichheit zu gewährleisten, das war das gleisnerische und verlogene Versprechen der liberalen Demokratien des Westens an die Menschheit. Ein Jahrhundert dauerte es, bis der Deutsche hinter der humanitären Maske des liberalen Biedermannes die Fratze des ewigen Juden erkannte, der durch die Zerstörung der natürlichen Bindung an Blut und Boden und durch die Vernichtung völkischen Verantwortungs- und Pflichtbewusstseins die kapitalistischen Ziele seines händlerischen Imperialismus zu erreichen trachtete. Zu spät erkannte das deutsche Volk diesen Weltfeind und wurde, innerlich und äußerlich unvorbereitet, in einen vierjährigen Weltenbrand hineingerissen, der bewusst und ausschließlich zu seiner Vernichtung entfacht worden war. Doch als nach dem verräterischen Zusammenbruch des Novembers 1918 das endgültige Chaos drohte und als das Weltjudentum in seinem Siegestaumel die letzten Masken jahrhundertelanger Tarnung fallen ließ, da erstand dem heiligen Norden ein letztes Bollwerk: Nirgendwann und nirgendwo wurde und wird der Norden bewusster und fanatischer verteidigt als im Reich, das Adolf Hitler als die letzte Bastion der nordischen Heimat gegen die jüdischen Weltgefahr erbaute. Dieses Deutschland steht unter der schweren, aber auch stolzen Verantwortung, der letzte Erbe zu sein all der Blutsopfer, die je um Glück und Wohl der nordischen Heimat gebracht wurde.


Du aber wisse, dass Du als Waffenträger dieses Reiches, aufgerufen zu seiner endgültigen Gestaltung und Verteidigung, in erster Linie teil hast an dieser Verantwortung. Du trägst in Dir und mit dir als Erbe seine Geschichte und seine Kultur. Du stehst für die Unsterblichkeit seiner großen Männer, seiner Seher und Künder, seiner Künstler, Dichter und Erfinder, seiner Soldaten und seiner Helden. Sie haben gekämpft und sind gestorben, damit Du leben kannst. Sie aber leben, solange ihr Ruhm lebt, ihr Name und Werk. Ihr Andenken bleibt lebendig, solange Deutsche bereit und imstande sind, dieses Andenken zu ehren und sich ihm würdig erweisen. Du dienst dem Andenken deines Volkes, den bekannten und den ungezählten unbekannten, die die Kette der Geschlechter schließen, durch ein Leben der Nacheiferung und durch ein Schaffen aus ihrem Geist und ihrem Geist. Das ist rechte Ahnenverehrung, die sich täglich der Verpflichtung und Verantwortung nicht nur vor der Zukunft unseres Volkes, sondern auch vor seiner Vergangenheit bewusst bleibt.

Der größte Auftrag aber, den das Reich aus seiner Geschichte heraus zu stellen hat, ist der: Die Aufgabe des Reiches als Ordnungsmacht der nordischen Heimat, als Ordnungsmacht Mitteleuropas zu erfüllen. Das Reich war nie und wird nie sein ein System imperialer Unterwerfung und Ausbeutung, sondern war und ist stets Gebilde der Ordnung, das allen Völkern ihre Eigenständigkeit und Selbstverantwortung gewährleistet. Dieser Auftrag und dieses Wollen des Reiches ist all jenen Mächten ein Ärgernis, die durch das Erwachen und durch Selbstbestimmung der Völker ihre imperiale Herrschaftsstellung bedroht fühlen.