Die deutsche Wehrmacht. Teil 1


Man kann die über die deutsche Wehrmacht schreiben, sagen und denken was man will, eins steht unumstößlich fest: Sie sind zusammen mit den römischen Legionen und Napoleons “Grande Armee” die größte Streitmacht der Geschichte. Sie war gefürchtet, anerkannt und tapfer.


Nach dem 1. Weltkrieg und dem daraus resultierenden Vertrag von Versailles schien die deutsche Armee bis zur Bedeutungslosigkeit reduziert.
Diese Schwächung des Heeres sollte verhindern, dass Deutschland erneut zu einem Krieg aufrüsten kann.
Die Marine wurde zur “Küstenwache” dezimiert und das Heer auf 100.000 Mann verringert. Hier sollten notfalls Verteidigungszwecke erfüllt werden können.
Es durften weder Kampfschiffe, schwere Artillerie noch Panzer verwendet werden.


Da die Reichswehr in der Weimarer Republik nun aber durchaus auf alten Traditionen aufgebaut wurde, mauserte sich dieses kleine Heer innerhalb kürzester Zeit zu eine schlagkräftigen Armee. Die 4000 Offiziere die der Versailler Vertrag erlaubte wurden so sorgfältig ausgesucht, dass  dieses Offizierskorps um einiges leistungsfähiger wurde.
Traditionen aus der Kaiserzeit wurden weitergeführt und der Stolz und das Selbstbewusstsein der Soldaten wurde gestärkt. So entstand hinter dem Rücken der Alliierten ein keines, starke und vor allen Dingen ausbaufähiges Reichsheer.


Die Farben des Reiches

Schwarz Weiß und Rot waren von 1871 bis 1919 und von 1933 bis 1945 die Farben des Deutschen Reiches und der Reichsflagge.

1867 vom Norddeutschen Bund eingeführt stand Kaiser Wilhelm I den Reichsfarben anfänglich noch zurückhaltend gegenüber.
Politische und wirtschaftliche Erfolge und nicht zuletzt der Tod seines Sohnes Kaiser Friedrich III änderte diese Ablehnung schlagartig und unter seinem Enkel Wilhelm II wurde Schwarz-Weiß-Rot zum Symbol des zunehmenden internationalen Einflusses in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Zur Endgültigen Festigung der Farben führte der Ausbruch des 1. Weltkrieges. Sie avancierten als patriotisches Symbol in unzähligen Liedern und auf Postkarten.

In der Weimarer Republik und der Überwindung der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in den Jahren 1918 und 1919 knöpfte der nun demokratische Staat an die Freiheitsbewegungen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an und änderte die Farben, als einen Kompromiss, in Schwarz, Rot, Gold.
Ein Farbenwechsel wurde auf Grund des Versailler Vertrages und dessen harten Bedingungen als „Angriff gegen die nationale Würde“ gewertet.
Die Umsetzung und Änderung der Farben gestaltete sich schwierig und viele antidemokratische und rechtsreaktionäre Parteien und Politgruppierungen hielten sich an die alten.
So auch Adolf Hitler, der im Sommer 1920 die verbindliche Fassung der Parteiflagge der NSDAP in den alten Reichsfarben vorschrieb: Auf rotem Grund eine weiße Scheibe, darinnen ein schwarzes Hakenkreuz.

1933 nach der Machtübernahme der Nazis gewannen die Befürworter der alten Farben die Oberhand und schon kurz darauf am 12. März 1933 wurden von Paul von Hindenburg die Reichsfarben in schwarz weiß rot geändert.
Mit rasender Geschwindigkeit ging die Änderung von statten und in der Bevölkerung breiteten sich die Farben dermaßen aus, dass offizielle Maßnahmen gegen den Gebrauch ergriffen werden mussten. Die Darstellung auf Alltagsgegenständen aller Art wurde verboten und die Objekte als „nationaler Kitsch“ aus dem Verkehr gezogen.

Nach Ende des 2.Weltkrieges 1945 wurden die während des Dritten Reiches eingeführten deutschen Hoheitssymbole durch das erste Kontrollratsgesetz der Alliierten vom 20. November 1945 offiziell aufgehoben.

Noch bis Anfang der 1960er Jahre sprach, ein nicht unerheblicher Anteil der Bevölkerung sich für Schwarz-Weiß-Rot als bevorzugte Farbkombination aus.