SS-Oberst-Gruppenführer und Kommandeur der Leibstandarte Adolf Hitler


Joseph (Sepp) Dietrich wurde am 28. Mai 1892 im Unterallgäu geboren.
Er absolvierte zunächst eine Lehre als Metzger bevor er 1911 in das Bayrische 4. Feld-Artillerie-Regiment „König“ eintrat und 1917 zum Vizewachtmeister befördert wurde.

Als Soldat im ersten Weltkrieg erwarb sich Sepp Dietrich das Eiserne Kreuz erster und zweiter Klasse. Er diente gegen Kriegsende in der Bayrischen Panzerwagenabteilung 15 und war somit einer der ersten Angehörigen einer deutschen Panzertruppe.

Nach Ende des 1. Weltkrieges wurde Dietrich in den Polizeidienst übernommen und trat, nachdem er zuerst dem Stoßtrupp Adolf Hitler angehörte und am 9. November 1923 am Putschversuch Hitlers und Ludendorffs in München teilnahm, am 1. Mai 1928 der NSDAP bei.

Am 5.Mai bereits trat Joseph Dietrich der Schutzstaffel bei.
Hier  stellte er in München die 1. SS-Standarte auf.
Im Dezember 1931 erfolgte seine Beförderung zum SS-Gruppenführer.


Im März 1933 stellte er als persönlicher Begleiter Adolf Hitlers, die SS-Stabswache Berlin auf, welche den Grundstock der späteren Leibstandarte Adolf Hitler bildete.


Nach Ausbruch des 2. Weltkriegs kämpfte Dietrich als Kommandeur mit seiner SS Division LAH in Frankreich und Holland.
Hierfür erhielt er, auf Grund außerordentlicher Leistungen, im Juli 1940 das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.
Es folgten der Krieg im Balkan und der Russlandfeldzug.
Am 31. Dezember 1941 wurde er mit dem Eichenlaub, am 14. März 1943 mit den Schwertern zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Am 6. August 1944 wurden ihm die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen.

In den Wochen nach der Invasion an der Normandie (Operation Overlord) im Juni 1944 begann Dietrich sich ernsthafte Gedanken über den weiteren Verlauf des Krieges zu machen und kam zu dem Entschluss dass eine Weiterführung gegen die Material- und Personalübermacht der Westalliierten unmöglich sei.
Er knüpfte Kontakt mit Generalfeldmarschall Erwin Rommel und erklärte sich couragiert bereit, ihn im Falle eines Putsches gegen Hitlertreue Truppen in Frankreich zu unterstützen.

Trotz dieser Putschgedanken führte er die Ardennenoffensive und wurde im Oktober 1944 zum Oberbefehlshaber der 6. SS- Panzerarmee ernannt.

Nach Kriegsende wurde Dietrich wegen des Malmedy-Massakers und dem Röhm-Putsch zu mehreren Jahren Haft verurteilt und saß seine Strafe in Landsberg im Kriegsverbrechergefängnis bis 1959 ab.

Joseph (Sepp) Dietrich starb am 21. April 1966 in Ludwigsburg. Er war zeitlebens ein überzeugter Anhänger des Nationalsozialismus. Seiner Beerdigung wohnten mehr als 7000 Menschen bei. Als Kommandeur und Vorgesetzter galt er unter seinen Soldaten als sehr beliebt.


Hans Ulrich Rudel

Am 29.12.1944, also kurz vor Kriegsende, wurde Hans Ulrich Rudel als Einziger Träger das Goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Diese Auszeichnung erhielt der höchst dekorierte Soldat des Dritten Reiches im Führerhauptquartier Adlerhorst vom Führer Adolf Hitler in Beisein Karl Dönitz (Oberbefehlshaber der Marine) und Hermann Görings (Oberbefehlshaber der Luftwaffe).

Das goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten war Rudels 11. Auszeichnung nach über 2400 Feindflügen und 463 Panzervernichtungen.
Doch dies war noch lange nicht alles. Am 18. Januar 1945 erhöhte Rudel die Abschusszahl von Panzern auf 481.

Am 9.2.1945 wurde Rudel von einer russischen 4cm Flak getroffen und so schwer am rechten Unterschenkel verwundet, dass er kurze Zeit später amputiert werden musste.
Trotz Flugverbots und noch nicht ganz verheilter Wunde am Stumpf, kehrte er am 25.03.1945 zu seinem Geschwader zurück.
Hier wurden seine Abschüsse jedoch nicht gezählt.
Am 26.04.1945 in der Schlacht um Bautzen konnte Rudel jedoch wieder 26 Panzerabschüsse auf sein Konto verbuchen.

Insgesamt zerstörte Hans Ulrich Rudel drei russische Schiffe, 70 Landungsfahrzeuge und 519 Panzer 800 Landfahrzeuge, mehr als 150 Flak- und Pak- Stellungen, vier Panzerzüge, zahlreiche Bunker, Brücken und Nachschubverbindungen.

Kein anderer Flieger des Zweiten Weltkrieges war erfolgreicher als Rudel mit seinen 2530 Einsätzen.
Man sagte von ihm, er ersetze eine ganze Division.