Damals 1945


Ein, dem Autor bekannter ehemaliger Waffen-SS-Angehöriger, berichtete kürzlich folgende Anekdote.

1945, als Süddeutschland von den Franzosen eigenommen wurde, marschierte ein französischer Kommandant in Begleitung einer jungen polnischen Kriegsgefangen die Häuser des Dorfes ab um zu erfahren wo Waffen SS Angehörige Ihre Heimstätte hätten.

Am Elternhaus des Erzählers angekommen, streckte die junge Dame ihren Zeigefinger aus und begleitet diese Geste mit den Worten “Hier auch SS”.
Daraufhin bahnte sich der französische Kommandant den Weg Richtung Haus, ging zielstrebig auf einen Burschen, der im Garten des Hauses arbeitet, zu und verpasste diesem, ohne ein Wort zu verlieren, eine schallende Ohrfeige.

Dies geschah so plötzlich und unerwartet, dass die junge Dame kaum Zeit fand den Franzosen darüber aufzuklären, dass dies nicht der SS- Soldat, sondern, dessen Cousin war.

So hat es, wie so oft, einen völlig Unschuldigen erwischt.


Zum Glück, muss man im Nachhinein feststellen, kam es nicht zu größeren Aggressionen.


Dem Autor blieb das Lächeln, welches dem Erzähler beim Bericht dieser Anekdote über die Lippen huschte, nicht verborgen.