Mercedes Benz 770


“Der Führer war ein armes Schwein, er hatte keinen Führerschein” (Brösel)


Naja, wie man’s nimmt, schließlich war der Mercedes 770 das damals größte und teuerste Modell der PKW-Schmiede aus dem Schwabenländle.


Das Fahrzeug das in den Jahren 1938 bis 1943 gebaut wurde, kostete zwischen 30.000 und 40.000 Reichsmark und diente unter anderem Adolf Hitler, Paul von Hindenburg und dem Japanischen Kaiser Hirohito als Staatskarosse. Auch Papst Pius ließ es sich nicht nehmen dieses wunderschöne Auto zum Papamobil zu machen.

Mit einer Leistung von bis zu 400 PS waren Geschwindigkeiten von 180 km/h möglich. Die kleinere Motorversionen brachten 155 und 230 PS auf den Asphalt (falls vorhanden).

Der Deutschen Arbeitsfront und dem Reichsarbeitsdienst sei Dank wurden innerhalb kürzester Zeit an die 3800 Autobahnkilometer fertiggestellt, wobei ab 1940 etliche Kriegsgefangene, Häftlinge und andere Zwangsarbeiter zu dieser Arbeit verpflichtet wurden. Mit Kriegsbeginn konnten die Anfangs jährlich anvisierten 1000 Kilometer nicht mehr in die Tat umgesetzt werden, sodass das Straßennetzwerk ab dieser Zeit nur noch geringfügig wuchs.

Dort wo Asphalt zur Verfügung stand, konnte sich der Reichspräsident seinem Volk, mit zum Deutschen Gruß erhobenen Arm, präsentieren und sich von diesem bejubeln lassen. Wie das hätte funktionieren sollen, wäre Adolf Hitler selbst der Fahrzeug-Führer gewesen kann sich der Autor nur schwerlich vorstellen.