Die deutsche Wehrmacht. Teil 1


Man kann die über die deutsche Wehrmacht schreiben, sagen und denken was man will, eins steht unumstößlich fest: Sie sind zusammen mit den römischen Legionen und Napoleons “Grande Armee” die größte Streitmacht der Geschichte. Sie war gefürchtet, anerkannt und tapfer.


Nach dem 1. Weltkrieg und dem daraus resultierenden Vertrag von Versailles schien die deutsche Armee bis zur Bedeutungslosigkeit reduziert.
Diese Schwächung des Heeres sollte verhindern, dass Deutschland erneut zu einem Krieg aufrüsten kann.
Die Marine wurde zur “Küstenwache” dezimiert und das Heer auf 100.000 Mann verringert. Hier sollten notfalls Verteidigungszwecke erfüllt werden können.
Es durften weder Kampfschiffe, schwere Artillerie noch Panzer verwendet werden.


Da die Reichswehr in der Weimarer Republik nun aber durchaus auf alten Traditionen aufgebaut wurde, mauserte sich dieses kleine Heer innerhalb kürzester Zeit zu eine schlagkräftigen Armee. Die 4000 Offiziere die der Versailler Vertrag erlaubte wurden so sorgfältig ausgesucht, dass  dieses Offizierskorps um einiges leistungsfähiger wurde.
Traditionen aus der Kaiserzeit wurden weitergeführt und der Stolz und das Selbstbewusstsein der Soldaten wurde gestärkt. So entstand hinter dem Rücken der Alliierten ein keines, starke und vor allen Dingen ausbaufähiges Reichsheer.


Hans Ulrich Rudel

Am 29.12.1944, also kurz vor Kriegsende, wurde Hans Ulrich Rudel als Einziger Träger das Goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Diese Auszeichnung erhielt der höchst dekorierte Soldat des Dritten Reiches im Führerhauptquartier Adlerhorst vom Führer Adolf Hitler in Beisein Karl Dönitz (Oberbefehlshaber der Marine) und Hermann Görings (Oberbefehlshaber der Luftwaffe).

Das goldene Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten war Rudels 11. Auszeichnung nach über 2400 Feindflügen und 463 Panzervernichtungen.
Doch dies war noch lange nicht alles. Am 18. Januar 1945 erhöhte Rudel die Abschusszahl von Panzern auf 481.

Am 9.2.1945 wurde Rudel von einer russischen 4cm Flak getroffen und so schwer am rechten Unterschenkel verwundet, dass er kurze Zeit später amputiert werden musste.
Trotz Flugverbots und noch nicht ganz verheilter Wunde am Stumpf, kehrte er am 25.03.1945 zu seinem Geschwader zurück.
Hier wurden seine Abschüsse jedoch nicht gezählt.
Am 26.04.1945 in der Schlacht um Bautzen konnte Rudel jedoch wieder 26 Panzerabschüsse auf sein Konto verbuchen.

Insgesamt zerstörte Hans Ulrich Rudel drei russische Schiffe, 70 Landungsfahrzeuge und 519 Panzer 800 Landfahrzeuge, mehr als 150 Flak- und Pak- Stellungen, vier Panzerzüge, zahlreiche Bunker, Brücken und Nachschubverbindungen.

Kein anderer Flieger des Zweiten Weltkrieges war erfolgreicher als Rudel mit seinen 2530 Einsätzen.
Man sagte von ihm, er ersetze eine ganze Division.