Das Deutsche Kreuz


Das Deutsche Kreuz war ein achtseitiger Orden der im zweiten Weltkrieg von Adolf Hitler 1941 in den Ausführungen Silber und Gold gestiftet wurde.

Die Voraussetzungen zur Verleihung des Deutschen Kreuzes waren der Besitz des Eisernen Kreuzes 1. Klasse oder der Spange zum Eisernen Kreuz von 1914.
Es sollte an all diejenigen Soldaten verliehen werden, die eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Tapferkeitstaten bzw. vielfach hervorragende Verdienste in der Truppenführung erbracht haben, die jedoch nicht zur Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes geführt hätten.

Somit ist das Deutsche Kreuz oft auch als Ritterkreuz zweiter Klasse angesehen worden, und so mancher Empfänger fühlte sich diskriminiert oder eben nicht hinlänglich gewürdigt.

Der Unterschied zwischen dem Deutschen Kreuz in Gold und dem silbernen liegt in den außergewöhnlichen Verdiensten.
Beim Goldenen in der Tapferkeit und der Truppenführung, beim Silbernen in der militärischen Kriegführung.

Es konnte an sämtliche Waffengattungen der Wehrmacht und der Waffen SS verliehen werden und war nicht Voraussetzung für die Verleihung des Ritterkreuzes.


Ab Oktober 1942 erweiterte das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) die Verleihung auch an Angehörige der befreundeten oder verbündeten Länder.

Auch konnten, rein theoretisch, beide Orden (Silber und Gold) an ein und den selben Mann verliehen werden. Dann ist aber laut OKW immer nur das Goldene zu tragen.

Interessant ist zu wissen, dass die Kriegsmarine 1944 ein Punktesystem zur Erreichung des Deutschen Kreuzes einführte. So konnten Angehörige der Marine z.B. Punkte beim Entschärfen einer Mine/Bombe erreichen, wobei bekannte Bomben weniger Punkte einbrachte als unbekannte.

1942 erlaubte der Führer Adolf Hitler das tragen einer Ausführung aus Stoff. Hier war der Hintergedanke einer Beschädigung des Originals vorzubeugen.


Verleihungsbefugt war neben Adolf Hitler der Chef des OKW Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel.

Der Entwurf stammt von Professor Richard Klein aus München.

Unter Sammlern ist nicht selten das Deutsche Kreuz in Silber erstrebenswerter, da weniger verliehen.


Leibstandarte Adolf Hitler

Die bekannteste Division der Waffen SS war die Leibstandarte Adolf Hitler.
Die frühere Leibwache des Führers entwickelte sich zur stärksten Panzerdivisionen Deutschlands.
Die Angehörigen der LAH bildeten eine Elite innerhalb einer Elite.
Bei deren Auswahl wurden die strengsten Maßstäbe angelegt und nur die Allerbesten wurden aufgenommen. Nur wer die Anforderungen in Bezug auf Fitness, rassische Reinheit und politische Loyalität entsprach, durfte sich überhaupt zu dieser Einheit melden. So soll der kleinste körperliche Mangel (z.B. eine Zahnfüllung) genügt haben um einen Bewerber abzulehnen.

Die Soldaten der Leibstandarte waren immens stolz auf Ihren Status und trugen den Namen des Führers auf Ihren Ärmelstreifen.
Anders als in der Wehrmacht wo die Offiziere üblicherweise aus einer anderen gesellschaftlichen Schicht kamen als die Mannschaften, gab es bei der Waffen SS und insbesondere in der LAH keine sozialen Unterschiede. Das strenge Klassensystem der Wehrmacht stand im krassen Gegensatz zur Waffen SS, wo alle Männer Kameraden waren.

Die Offiziere mussten einen Teil ihrer Ausbildung bei den Mannschaften ableisten, ehe sie an der Offiziersausbildung teilnehmen konnten. Niedere Dienstränge sprachen ihren Vorgesetzten mit deren SS-Dienstrand an und Offiziere mussten nicht wie in der Wehrmacht mit Herr angesprochen werden. Die Soldaten durften an ihren Spinden kein Vorhängeschloss anbringen, da dies ein Misstrauen gegenüber ihren Kameraden darstellte, in deren Hände eines Tages ihr Leben liegen könnte.

Die militärische Ausbildung erfolgte nach dem letzten Wissenstand, wobei Offiziere und Mannschaften daran gemeinsam teilnahmen. Auf diese Weise sollte die Division LAH zu einer erstklassigen Kampfformation zusammengeschweißt werden. Gut ausgerüstet, gut ausgebildet, höchst zuversichtlichen mit einer Moral wie keine andere Truppe. Die Beziehung zwischen den Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften war in der Waffen SS wesentlich enger. Dies überrascht nicht, da sogar höchste Kommandanten in der Waffen SS vielfach relativ junge Männer waren.

Original Personalakten der Waffen SS führt der Internethändler Wertwaren